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Macht der Worte

16. Januar 2020

Ich freue mich mega, dass ich euch nun den ersten Gastbeitrag veröffentlichen darf.
Micha Ziegeler, ist für mein Mann und mich ein großes Vorbild, bester Freund, unglaublich begabt und jemand der uns immer wieder anspornt an Jesus zu bleiben.
Der folgende Text ist etwas länger als sonst – doch ich möchte dir so sehr ans Herz legen, dir die Zeit zu nehmen. Micha hielt darüber letztens eine Predigt in unserer Gemeinde und sie hat mich umgehauen. So viel Wahrheit und DIESE WORTE haben meinen Alltag verändert.


Wusstest du, dass eine Person im Durchschnitt etwa 70.000 Wörter pro Tag spricht?– Das zeugt von viel Interaktion zwischen Menschen. Warum spricht ein Mensch so viele Worte? 

Gesprochene und geschriebene Worte sind Grundlage unserer Kommunikation und das wiederum ist Grundlage von all unseren Beziehungen.
Alle menschlichen Systeme funktionieren nur durch Kommunikation. Kommunikation dient nicht lediglich der Funktionalität. Sie ist auch schlichtweg deshalb da, weil Kommunikation einfach schön ist. 

Heute geht es um die Macht der Worte.

Deine Worte sind dazu bestimmt, Leben zu schaffen.

Gott hat viel zum Thema „Worte“ zu sagen. Die Bibel macht eine knallharte Bestandsaufnahme über unser Reden.

Und machen wir nicht alle immer wieder Fehler? Wem es freilich gelingt, nie ein verkehrtes Wort zu sagen, den kann man als vollkommen bezeichnen. Denn wer seine Zunge im Zaum hält, der kann auch seinen ganzen Körper beherrschen. So legen wir zum Beispiel den Pferden das Zaumzeug ins Maul. Damit beherrschen wir sie und können das ganze Tier lenken. Und selbst bei den Schiffen, die nur von starken Winden vorangetrieben werden können, bestimmt der Steuermann die Richtung mit einem kleinen Ruder. Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand. Mit einem solchen Feuer lässt sich auch die Zunge vergleichen. Sie kann eine ganze Welt voller Ungerechtigkeit und Bosheit sein. Sie vergiftet uns und unser Leben, sie steckt unsere ganze Umgebung in Brand, und sie selbst ist vom Feuer der Hölle entzündet. Die Menschen haben es gelernt, wilde Tiere, Vögel, Schlangen und Fische zu zähmen und unter ihre Gewalt zu bringen. Aber seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift. Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind. Segen und Fluch kommen aus ein und demselben Mund. Aber genau das, meine lieben Brüder und Schwestern, darf nicht sein!

Bibel, Jakobus 3,2-10

Deine Worte haben eine immense Auswirkung. 
Das, was du sagst – das, wozu deine Zunge fähig ist, steuert dich, wie das Zaumzeug ein Pferd komplett lenken kann, und wie das winzige Ruder ein Schiff quer durch die großen Ozeane navigiert.

Deine Worte können zerstören und können Negatives bewirken. Jakobus redet von einem Unruheherd, von tödlichem Gift, von unkontrollierbarem Feuer. Viel Negatives schießt einem hier entgegen.

Warum sind es denn gerade so die kleinen Worte, die so viel Power in unserm Leben haben?

Unsere Worte sind so bedeutsam, weil Gott es so festgelegt hat.

Das Prinzip: Hören-Denken-Reden
Das, was wir hören, prägt unser Denken und schafft den Rahmen unserer denkbaren Möglichkeit.

In der Schule wird dir vermittelt, dass die Erde ein runder Ball ist und keine Platte. Deshalb hast du vermutlich auch nie versucht, bis ans Ende der Welt zu fahren und von der Platte zu springen. 

Unsere Worte sind Ausdruck dessen, was in unseren Herzen ist, was wir denken und glauben. Jakobus sagt: Die Zunge ist ein Unruheherd, eine Unheilstifterin, erfüllt von tödlichem Gift.
Woran merken wir das?

Vielleicht passiert es dir nicht, dass du die harten Beleidigungen direkt bei der betroffenen Person rausballerst, aber doch regst du dich bei deiner Partnerin über Inkompetenz und dummes Verhalten auf und bemitleidest dich selbst, dass der Chef wieder so unfair mit dir ist und alle Welt es auf dich abgesehen hat.
Hinter solchem Reden verbirgt sich oft Selbstmitleid, Minderwert und schlechtes Reden über Dritte. Psychologen bezeichnen dieses Phänomen auch als selbstwertdienliche Verzerrung. Du kannst deine Zunge nicht in den Griff kriegen, wenn die eigentliche Quelle des Problems dein Herz ist und Gott noch keine Herz-OP bei dir durchgeführt hat. Ob du Christ bist oder nicht, wir alle brauchenultimative lebensbringende Wort Gottes, nämlich die Person Jesus. Andernfalls kannst du dich noch so gut bemühen, deine Zunge wird heuchlerisch sein.

Das sagt uns Gottes Wort zu, ein neues Herz. Lasst uns Schritte gehen, dementsprechend zu handeln.

Paulus schreibt dazu im Epheserbrief:

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.

Bibel, Epheser 4,29

Gebrauche deine Worte vor allem zum Guten. Ich will als Christ jemand sein, der dafür bekannt ist, dass er lebensschaffende Worte spricht in das Leben anderer spricht.

Wie kann ich lebensschaffende Worte in mein Umfeld hineinbringen?

Wo finde ich Worte der Wahrheit und des Glaubens, die wir in den Kreislauf „Hören-Denken-Reden“ einschleusen können? Wir finden die Worte der Wahrheit & des Glaubens in der Bibel. Es sind die Worte Gottes. Und wie wir uns erinnern können, haben Gottes Worte brutale Kraft. Ist es nicht krass, dass Gott uns uneingeschränkten Zugang zu seiner Macht gibt, indem er uns seine Worte gibt? Die Bibel weist uns den Weg, ermutigt uns, spricht Wahrheit aus, bringt Ordnung und Klarheit in unser Leben und vor allem lernen wir DAS Wort Gottes kennen: Jesus.

Ich möchte lernen und ich hoffe ihr auch, Gottes Worte über andere Menschen und auch über mich selbst auszusprechen.

Deine Worte sind dazu bestimmt, Leben zu schaffen.

Micha Ziegeler, verheiratet mit Helen, Lobpreisleiter, Jugendreferent in der EFG Straubing

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