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Raise a hallelujah

10. November 2019

Zuhause angekommen. Die ganze Autofahrt: geweint, geschrien, Gott angefleht. Mein Sohn wurde mal wieder stationär aufgenommen und es zerreißt mir das Herz.

Ich mache den Motor aus. Das Licht der Innenbeleuchtung geht an, ich schau aus dem Fenster, alles dunkel draußen, ich hatte meinen jüngeren Sohn, den ganzen Tag nicht gesehen…und dann spiegelte sich mein Tattoo in der Scheibe wieder.

Raise a hallelujah

Diese Liedzeile von Bethel Church ließ ich mir dieses Jahr auf meinen Unterarm tätowieren.

Ich erhebe ein Halleluja in der Gegenwart meiner Feinde. Ich erhebe ein Halleluja, lauter als der Unglaube. Ich erhebe ein Halleluja, der Himmel kommt, um für mich zu kämpfen.

Dieses Lied, wurde damals geschrieben, als ein kleiner Junge lebensgefährlich erkrankte und eine ganze Kirche ins Gebet trieb.


„Die Infektion ereignete sich im Dezember 2017. Die Ärzte operierten und sagten, dass er die Nacht vielleicht nicht überleben würde. Die Familie verbrachte Wochen im Krankenhaus und flehte Gott an, ihr Kind zu retten. Jaxon litt unter Erbrechen, Anfällen und kognitivem Versagen. Die ganze Zeit über beteten Christen an den unterschiedlichsten Orten, dass Jesus seinen Körper heilen würde.“

Daniel Gerber: „Raise a hallelujah“, unter: https://www.livenet.ch/themen/people/erlebt/341881-hinter_dem_song_steckt_eine_tragoedie.html (abgerufen am 10.11.2019)

Ein Lobpreislied, entstand in einer schweren Zeit.

In dieser Begebenheit, fand ich meine kleine Familie wieder. Unser älterer Sohn leidet an einer schweren Neutropenie, eine Immunschwäche – die sich wohl zu einer Leukämie entwickeln wird.
Immer wieder Krankenhausaufenthalte, auch solche, in denen wir nicht wussten, ob wir das Krankenhaus mit einem lebenden Kind verlassen dürfen.

Raise a Hallelujah. Ich glaube an einen guten Gott. Einen Gott, der mich und vor allem mein Kind sieht und liebt.

Da sitze ich nun im Auto, völlig fertig. Und doch entscheide ich mich wieder an Gott festzuhalten, an den zu glauben, der einen guten Weg für unsere Familie hat. Ich entscheide mich, ihn zu ehren, auch wenn ich seine Wege nicht verstehe. Ich entscheide mich heute, den anzubeten, der größer und mächtiger als Krankheit ist – auch wenn es mir nicht immer leicht fällt.

I‘m gonna sing, in the middle of the storm

louder and louder, you‘re gonna hear my praises roar

up from the ashes, hope will arise

death is defeated, the King is alive!

Bethel Music, Jonathan David Helser

Ich glaube an einen realen Gott! Er lebt und das dürfen wir, obwohl mein Sohn immer wieder kämpft, wirklich erleben! Wir erleben wie Gebet trägt. Was Gott mir als Mami für eine übernatürliche Stärke und Durchhaltevermögen schenkt, wo es mir unmöglich scheint.

Wo gehst du hin, wenn keine Medizin mehr hilft? Wer trägt dich, wenn alles unter dir zusammen bricht?

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