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Rassismus – Was kann ich tun?

27. Juni 2020

Diese Frage stellte ich mir, als ich die Geschichte meiner Freundin las.
(siehe Post davor!)

Ich bin keine Expertin in diesem Gebiet und doch war es mir wichtig, für dieses Thema mir Zeit zu nehmen. Ich will jetzt keine hunderte Videos angucken und schauen, welche Kampagne ich starten kann.

Sondern ich trat einfach wieder in Kontakt mit einer Freundin, mit der ich viele Jahre zusammen erlebt hatte. 

Damals in der Schule und auch heute erkenne ich, dass wir hier in Deutschland nicht verschont sind vor Rassismus.

Wir schauen jetzt alle auf Amerika.

Dort gibt es Rassismus!? Sowas, würde hier ja nie passieren. Das ist aber schlimm. Gut, dass wir hier in Deutschland leben.


Nein auch hier erleben wir, dass Menschen sich über andere Menschen erheben, über sie lästern, sie bloß stellen oder auch einfach nicht willkommen heißen.

„Ronja, wenn du in die Türkei fliegst, sind doch auch alle nett zu dir oder?
Die Deutschen fliegen so viel in den Urlaub und selten hört man, dass sie als Ausländer schlecht behandelt wurden. Wenn sie im Hotel einen Arzt brauchen, werden sie mit Respekt behandelt. Wenn sie über den Markt laufen, werden sie nicht angepöbelt.“

Was kann ich tun, fragte ich meine Freundin? Und ihrer Antwort überraschte mich. 

Ich hatte erwartet: „Sagt etwas, wenn ihr mitbekommt, dass Menschen mit einer anderen Hautfarbe, Haarfarbe…beleidigt werden. Lernt die Kultur kennen….Steht auf und verlasst den Raum, wenn der Lehrer den Schüler zum x-ten mal unfair behandelt.“

Sondern sie sagte einfach nur:
„Hör mir zu und versuche nachzuvollziehen, wie es mir damit geht!“

Bevor du deine Worte sagst, denke darüber nach, was es mit ihrem Herzen machen könnte. Wir selbst haben vielleicht oft mehr Rassismus in uns, als wir wahrhaben wollen.


Die Bibel sagt, liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und nicht, liebe deinen nächsten Deutschen wie dich selbst. Liebe nur den, der genauso tickt wie du, wie dich selbst. Liebe den, der auch so aussieht wie du, wie dich selbst..!

Nein, sie sagt: Liebe den, mit dem du jetzt grad zusammen bist, mit dem du unterwegs bist und den du einfach triffst, wie dich selbst.


Rassismus ist ein so großes Thema und wir KÖNNEN anfangen dies zu brechen. Nicht indem wir groß darüber reden, darüber philosophieren, wie das nun alles zu Stande kommt, wie theoretisch der Weltfrieden aussehen könnte…sondern es beginnt in deinem Herzen. 

Dort wo du stehst. In diesem Dorf. In dieser Stadt. In dieser Verwandtschaft, darfst du anfangen ehrlich zu lieben und keinen Unterschied zwischen schwarz oder weiß zu machen. 

Veränderung beginnt in deinem Herzen. In deinem Alltag. Und Veränderung beginnt dort, wo wir diesen Menschen zuhören, wahrnehmen und von ihnen lernen.

Und diese Veränderung befähigt dich beim Edeka für den Anderen einzustehen. Nicht zu tolerieren, dass Beleidigung oder Sprüche in andere Menschenherzen gepflanzt werden. Jesus wird dich dazu befähigen, mächtige Worte auszusprechen und vor allem wird er dich befähigen in Liebe und Weisheit zu handeln.

Wenn jeder sein Herz verändern lässt, wow, was wäre das für ein Beisammensein. 

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