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Am Kreuz

17. Mai 2020

Ich mache Fehler. Ich versage. Ich kann mich selbst manchmal nicht leiden. Jesus ist ohne Fehler. Er hat nie versagt. Er liebt mich.

Okay,…das Beides kann man absolut nicht zusammen bringen.
Wie unerträglich ist es, mit einer Person zusammen zu sein, die einfach perfekt ist. Eine Person an deiner Seite, die es einfach besser weiß, besser kann.

Heute frage ich mich, wie denke ich denn über diesen Jesus.
Der allemal perfekt ist.

Alles auf die Reihe bekommt, immer beten war, Wunder vollbracht hat, die Schwachen gesehen hat, Zeit freigeräumt hat für einzelne Menschen, obwohl er ein Star war und er einfach immer die richtige Entscheidung traf.

Statt zu denken, Jesus ist einfach zu perfekt für mich und ich sollte mich lieber von ihm abwenden, gehe ich zum Kreuz.
An den Ort, wo Jesus, alles für MICH gab. Es ist viel mehr, als einfach eine perfekte Person anzusehen.

Es ist ein Privileg mit DIESEM JESUS eine Beziehung zu führen. Er will mit MIR eine Beziehung eingehen: Mit mir, die täglich versagt. Mit mir, die ihrem Ehemann viel zu oft einen vorheult. Mit mir, die Menschen verletzt. Mit mir, die es manchmal nicht packt ganz für ihre Kinder da zu sein. Als unvollkommene Person, darf ich mit dem einen Beziehung führen, der VOLLKOMMEN ist.

Ich war noch nie eifersüchtig oder neidisch auf Jesus, aber manchmal schaffe ich es nicht zu Jesus zu gehen, weil ich diese Herrlichkeit, Hingabe und Liebe nicht aushalten kann.
Wie kann jemand so gnädig zu mir sein? Ich komme zum 7192 Mal zu ihm, weil ich wieder etwas verbockt habe und seine Weisheit brauche. 

Vorgestern war für mich wieder ein Abend, an dem ich vor diesem Kreuz kniete und statt mich zu schämen oder Angst zu haben, empfinde ich heute, dass es das Schönste ist an diesen Ort zu kommen. Denn wenn ich zu diesem Kreuz komme und Ostern für mich heute wieder neu real wird, ich an sein Herz rankommen darf – wendet sich mein ganzes Leben.

Statt mich anzumeckern, was ich alles nicht hinbekomme, lädt er mich ein, mein Herz zu verändern. Lädt er mich ein, mir zu helfen Prioritäten neu zu setzen, lädt er mich ein mit seinen Ohren, Augen und mit seinem Herzen sehen zu können, lädt er mich ein, eine fröhliche, gebende Ehefrau zu werden, lädt er mich ein, meine Kinder mit einer übernatürlichen Liebe, lieben zu können.

An diesem Kreuz, wo er alles für mich gab und den größten Liebesbeweis zeigte, springt diese Liebe in mein Leben und ich darf ihm ähnlicher werden.

Hey,..wer will nicht Jesus ähnlicher werden? Ich will das! Ja, das ist das was ich wirklich will! Menschen lieben, achten, für sie beten, treu und geduldig sein – und das (und so viel mehr) darf ich an diesem Ort lernen – am Kreuz.

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