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Corona – Was bleibt?

24. März 2020

Die Krise fordert uns nun auf Zuhause zu bleiben.

Mit deinem Partner.
Mit deiner Familie.
Oder auch alleine.

In einem Haus im Garten.
In einer Zwei-Zimmer-Wohnung im dritten Stock, ohne Balkon.


Der Friseur, die Nagelstudios und die Klamottenläden sind geschlossen.
Stadien, Sporthallen und Sportplätze sind geschlossen.
Cafés, Krabbelgruppen, Seniorentreffen und Sportstudios sind geschlossen.
Media Markt, Apple und Saturn sind geschlossen.

Orte, wo wir vielleicht versuchen unseren Wert, unsere Identität zu steigern – durch besonders gutes Aussehen, durch besonders schöne Fotos aus dem Café für Instagram, durch besonders viel Erfolg oder das es einfach darum geht, gesehen zu werden,…doch all das fällt momentan weg.

Was bleibt?

Nun stecken wir in unseren Häusern und Wohnungen fest. Teilweise alleine, teilweise mit einigen zusammen. Wir sind nun herausgefordert, diese Zeit zu nutzen, aber es gibt gerade nur uns. 

Wir kommen an unsere Grenzen. Wir erleben Situationen, die wir vorher noch nicht kannten.

Ich dachte öfter, ja aber uns in Deutschland trifft es noch nicht so hart – doch dann ging ich gestern mit einer Freundin spazieren.
Wir redeten über die Situation und verstanden, diese Situation kann für uns Menschen sehr herausfordernd sein. Für die Kinder, Eltern, Berufstätigen, ja auch Studenten, Alleinerziehende, Senioren, einsame Menschen…

Ich dachte, dass wir schon einiges tun könnten und doch merke ich das praktische Hilfe, zumindest bei mir gerade, schwierig ist und ich nicht mal wirklich erkennen kann, wer in welcher Not ist.

Doch wir können davon berichten, dass es jemand gibt, der Dein Loch, Deine Einsamkeit, Deine Sehnsucht nach Identität, Erfüllung, Liebe, Aufmerksamkeit stillen möchte und der deine Situation am allerbesten kennt und diese ernsthaft zu Herzen nimmt. 


Wir kommen an unsere Grenzen,…ja und auch dieses Zeugnis bewegte mich. Dieser Mensch war Atheist und kam an seine Grenzen:

„Niemals in meinen dunkelsten Albträumen habe ich mir vorgestellt, dass ich sehen und erleben könnte, was hier in unserem Krankenhaus seit drei Wochen geschieht. Der Alptraum fließt, der Fluss wird immer größer und größer.
Am Anfang kamen einige von ihnen, dann Dutzende und dann Hunderte, und jetzt sind wir keine Ärzte mehr, sondern wir sind zu Sortierern auf dem Band geworden, und wir entscheiden, wer leben und wer zum Sterben nach Hause geschickt werden soll, obwohl all diese Menschen ihr ganzes Leben lang italienische Steuern gezahlt haben.

Bis vor zwei Wochen waren meine Kollegen und ich Atheisten; das war normal, weil wir Ärzte sind und gelernt haben, dass die Wissenschaft die Gegenwart Gottes ausschließt.Ich habe immer über den Kirchgang meiner Eltern gelacht.
Vor neun Tagen kam ein 75 Jahre alter Pastor zu uns; er war ein freundlicher Mann, er hatte ernsthafte Atembeschwerden, aber er hatte eine Bibel bei sich, und wir waren beeindruckt, dass er sie den Sterbenden vorlas und ihre Hände hielt.Wir waren alle müde, entmutigt, psychisch und physisch erschöpft, als wir Zeit hatten, ihm zuzuhören.
Jetzt müssen wir zugeben: Wir als Menschen sind an unsere Grenzen gestoßen, mehr können wir nicht tun, und jeden Tag sterben mehr und mehr Menschen.Und wir sind erschöpft, wir haben zwei Kollegen, die gestorben sind, und andere sind infiziert worden.Wir haben erkannt, dass dort, wo das, was der Mensch tun kann, endet, wir Gott brauchen, und wir haben begonnen, Ihn um Hilfe zu bitten, wenn wir ein paar Minuten Zeit haben; wir reden miteinander, und wir können nicht glauben, dass wir als wilde Atheisten jetzt jeden Tag auf der Suche nach unserem Frieden sind und den Herrn bitten, uns beim Widerstand zu helfen, damit wir uns um die Kranken kümmern können.
Gestern starb der 75-jährige Pastor, der bis heute, obwohl wir hier in drei Wochen mehr als 120 Tote hatten und wir alle erschöpft, zerstört waren, es geschafft hatte, uns trotz seines Zustands und unserer Schwierigkeiten einen FRIEDEN zu bringen, den wir nicht mehr zu finden hofften.
Der Pastor ist zum Herrn gegangen, und bald werden auch wir ihm folgen, wenn er so weitermacht.
Ich war seit 6 Tagen nicht zu Hause, ich weiß nicht, wann ich zuletzt gegessen habe, und mir wird meine Nutzlosigkeit auf dieser Erde bewusst, und ich möchte meinen letzten Atemzug der Hilfe für andere widmen. Ich bin glücklich, zu Gott zurückgekehrt zu sein, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin.“

Julian Urban 38 Jahre alt – Arzt in der Lombardei


Mein Gebet ist heute wieder neu, dass Menschen in dieser Krise darüber nachdenken, was in ihrem Leben wirklich bestand hat. Wenn alles wegfällt, was bleibt? 

Eins weiß ich, unser liebender Vater, der eine lebendige Beziehung zu Dir wünscht, der WAR, IST und BLEIBT immer derselbe!! 

Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!

Die Bibel, Hebräer 13,8

Du möchtest ihn kennen lernen, weißt aber nicht was der erste Schritt sein kann?
Dann melde Dich gerne bei mir!

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