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Ein kleines Licht

17. Februar 2020

Ich lebe auf dem Land. In einem wunderschönen Dorf. 

Heute hatte ich ein Meeting in Hannover. Viele Menschen, viel mehr Menschen als ich es gewohnt bin. Laut, durch meine Schwerhörigkeit brauche ich Hörgeräte und ich hatte das Gefühl, die Leitungen gehen durch. Betrunkene Menschen, bettelnde Menschen, hastige Menschen, top gestylte Menschen,… und ich merke, wie ich mich so richtig unwohl fühlte. 

Jesus sagt, wir dürfen die Botschaft; dass er dich und mich liebt in die Welt hinaustragen. Wir dürfen den Menschen nahebringen, dass Jesus lebt und er einen Unterschied in ihrem Leben machen möchte. Die Bibel sagt, wir sind Licht! Licht für die Menschen um uns herum.

Und ich sitze im Zug – nach langem. Damals bin ich jeden Tag von der Schule mit dem Zug nach Hause gefahren, doch nun war ich drei Jahre Zuhause gewesen, bei meiner Familie und bin kein Zug mehr gefahren.
Und ich dachte auf einmal, nein ich bin kein Licht.

Mich packt Menschenfurcht.

Ich weiche den Blicken der Menschen aus, möchte bloß nicht auffallen und doch merke ich in meinem Herzen, dass in mir eine Liebe brennt, die ich teilen möchte.

Du darfst Licht sein für diese Welt. Das Verrückte ist, Jesus sagt, dass ich absolut nichts dafür tun muss. Sondern mit meiner Entscheidung für Jesus, für seinen Weg BIN ich Licht. Ich darf daran glauben, dass ich DURCH Jesus Licht bin. Einfach so. Die Menschen werden es sehen, erleben, spüren,..einfach so. 

Ich merke wie mich das Leid in der Stadt völlig überfordert. So viele Frauen, die ihren Wert durch Äußerlichkeit abhängig machten. Kinder, die hinter hergezerrt werden, schweigsame Ehepaare beim Kaffeetrinken, vollgepinkelte Obdachlose, betrunkene Fußballfans. Kein Lachen, Augenringe und mein Herz schreit:

 „Was soll ich tun? Soll ich überhaupt was tun? Wo fängt man an?“

Es belastet mich so richtig.

Ich sitze im Zug. Auf dem Rückweg. Ich hatte ein tolles Meeting und neben all‘ den Fußballfans, der ganzen Unruhe und dem Geruch vom Zugklo, wurde ich ganz ruhig.


Ronja, das wollte ich dir heute zeigen. Da draußen kennen mich so viele nicht, da draußen warten Menschen auf Rettung, Liebe, Barmherzigkeit, Gnade, Vergebung,..Ronja, geh erstmal nach Hause, beweg das in deinem Herzen. Ich zeige dir den nächsten Schritt.


Er hat Zeit und Geduld mit dir. Er zwingt dir nie etwas auf.

Und doch ist da so viel mehr als in meiner Wohlfühlzone zu sitzen.

Hier in Deutschland braucht es Licht.
Gerade hier!

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1 Comment

  • Reply Patricia Aselmann 17. Februar 2020 at 17:47

    Amen, this little light of mine I m ging to let it shine. Ich nehme immer unendlich geliebt Chips, zwei Äpfel und Geld für ein Brötchen/Kaffee mit. Dann halte ich es besser aus, weil ich weiß, ich habe nicht vorbei gesehen…

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