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Berufung – Teil I

6. Dezember 2019

Was ist deine Berufung? Berufung? Was ist das überhaupt?

Ich möchte euch in meinen nächsten drei Posts ein wenig in dieses Thema mit hineinnehmen, da ich merke, dass das ein Thema ist, was wirklich eine Grundlage in meinem Leben und in meinem Glauben schafft.

Berufung kann ganz unterschiedlich aussehen. Wenn du das Wort Berufung googelst und nach einer Definition suchst, kann Berufung rechtlich bedeuten, dass du Einspruch gegen ein Urteil eines Richters einlegen kannst.
Oder normalerweise wird ein Professor zu seiner neuen Lehraufgabe berufen. Oder in unserer Gemeinde gibt es einmal im Monat ein gemeinsames Mittagessen und nach dem Essen kommt die Frage: „Fühlt sich hier irgendjemand zum Spülen berufen?“ auch unliebsame Aufgaben, Aufgaben, die nicht heldenhaft wirken, bei denen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes schmutzig machen müssen benötigen scheinbar eine solche Berufung.

In dem Wort Berufung versteckt sich das Wort RUF.

Damals die Schafe meiner Schwiegereltern,…das sind eigentlich ganz entspannte Wesen, aber wohl auch dumme Tiere.Schafe können sich ohnmächtig fressen. Wusstet ihr das? Umso wichtiger ist es, dass die Schafe jemanden haben, der auf sie aufpasst. Sind meine Schwiegereltern im Urlaub, fängt mein Mann ihre ausgebüxten Schafe ein. Das ist ein richtiges Sportprogramm für ihn.

Gelangt jedoch mein Schwiegervater in das Blickfeld seiner Schafe, kommen sie sofort angelaufen.
Die Schafe, wissen, dass mein Schwiegervater auf sie aufpasst, sie versorgt, ihnen zu essen gibt.

Mein Mann vergisst das immer eher und ich muss ihnen dann Heu geben,…nun gut,…die Schafe haben wir jetzt gegessen, die gibt es nicht mehr.

BeRUFung – GERUFEN werden.

Ich glaube jeder Mensch sehnt sich nach einem RUF. Nach einem Ort, wie die Schafe, angenommen zu sein, geliebt zu sein und zu wissen ganz sie selbst sein zu dürfen.

„Die meisten Menschen suchen nach „mehr“ im Leben – sei es nach einem tieferen Sinn, sei es nach bedeutungsvollen Beziehungen, sei es nach mehr Lebensqualität“

Windschatten, Andreas Schröter

Ich weiß nicht, ob du die Bibel kennst. Am Anfang der Bibel steht, dass der Mensch sich von Gott abwandte und seinen eigenen Weg gehen wollte. Sich von Gott trennt. Und er ließ den Menschen gehen, er gab uns einen eigenen Willen und wir sind seitdem weggelaufen vor Gott, auf der Suche nach Erfüllung, Zugehörigkeit, Frieden…

Er ruft mich nicht mit rauer Stimme: „Hey ich habe dich geschaffen! Ich bin mächtig. Ich herrsche über dich. Du hast gefälligst bei mir zu sein.“ Sondern eher wie mein Schwiegervater: „Ich bin hier. Bei mir wird dein Hunger nach Annahme, Anerkennung gestillt. Ich liebe dich. DU bist in dieser Welt, doch ich will dir einen Weg zeigen, wie du im Leid, im Schmerz, tiefe Erfüllung, Frieden, Hoffnung erleben kannst und neue Perspektiven entstehen.“

Er gibt „Leben in ganzer Fülle.“

Bibel, Johannes 10,10

Er wünscht sich kein Arbeitsverhältnis zu Dir, sondern macht Dir ein Liebesangebot.

In 2.Timotheus steht „Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenes Vorsatzes um der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde.“

In unserem Denken ist vielleicht, dass Berufung mit einer Aufgabe gleichzusetzen ist, was auch nachvollziehbar ist. Doch es geht in erster Linie nicht darum etwas zu tun, vielmehr geht es um die Berufung zu der Beziehung mit Jesus.

Du musst für diesen Ruf nichts leisten. Gott ruft dich, egal wo du bist, wie du drauf bist – den Ruf kannst du dir nicht erarbeiten.

Es ist einzig und allein Gottes Angebot – du musst dich nur entscheiden. Möchtest du dem Ruf folgen oder nicht? Mich selbst kann ich nicht berufen. Ich kann lediglich meine Berufung annehmen oder ablehnen. Wie wenn der Hirte die Schafe ruft, entweder sie folgen ihm oder nicht.

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